Projekte

Entstehung und Werdegang der Interkulturellenen Werkstatt Frankfurt am Main

Wie alles anfing, Projekt “ Wir für 22 “
Am 3. November 2013, hatte das Projekt mit einer spontanen Aktion begonnen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst von fünf Gemeinden aus dem Frankfurter Nordwesten, in dem wir auf die Situation einer Gruppe von afrikanischen Flüchtlingen aufmerksam gemacht wurden, die unter der Untermain-Brücke schliefen – es war schon sehr kalt geworden – holten wir die 22 Männer in die Kirche Cantate Domino. Zehn Tage später wurde vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt die gerade leer stehende Gutleutkirche als Winterquartier zur Verfügung gestellt. Zusätzlich nahm die Wicherngemeinde in Praunheim zwei weitere Flüchtlinge auf.
Nach der Erstversorgung bestand sehr schnell der Wunsch, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und kulturell auszutauschen.

Jahresthema  2013: Zwischen den Welten

14.05.: Premiere: Zwischen den Welten / Biografisches Theater / Saba`s Töchter
14.12.2013: erstes gemeinsames Projekt unter dem Namen ‚We are the World‘: Benefiz-Kulturveranstaltung zur Unterstützung der afrikanischen Flüchtlinge  und zur Präsentation ihrer Kultur:   Musik und Lyrik zum Thema Flucht.  Gedichte, Lieder und Szenen von Migrantinnen. Berichte und Informationen von Beteiligten

Jahresthema  2014: Begegnungen

Frühjahr 2014: Gründung eines gemeinnützigen Vereins unter der Bezeichnung: Interkulturelle Werkstatt e. V. Sinn und Zweck: Die „Interkulturelle Werkstatt“ will in einer künstlerischen Zusammenarbeit und einem transkulturellen Austausch die Kommunikation zwischen Flüchtlingen/MigrantInnen und in Deutschland Geborene in Frankfurt fördern. Wir wollen eine Begegnung und einen Austausch auf der kulturellen Ebene mit Musik, Tanz, Kunst, Literatur, Film und Theater. Dabei ist uns der biografische, transkulturelle Austausch von  vorrangiger Bedeutung. Die Interkulturelle Werkstatt bietet eine intensive Kommunikationsmöglichkeit, um uns in unseren verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen kennen zu lernen und uns gegenseitig zu bereichern. Viele Migranten kommen aus kollektiven Kulturen und Gesellschaften in denen das Erzählen, das Spielen, das Gestalten, der Gesang, das lebendige Feiern und viele andere kreative Ausdrucksformen wichtige Lebenselemente sind. Diese Ausdrucksformen verkümmern oft im Einwanderungsland oder finden nur in Migrationsgruppen, da wo man unter sich ist, ihren Ausdruck.

Mai 2014: Lesung und Musikabend unter dem Namen: ‚Dem Leben begegnen‘ mit Liedern und Gedichten. Aufgenommen auch als Video

Oktober 2014: Fotoausstellung mit Bildern von und mit Migranten aus den verschiedenen Projekten in der Kirche Dietrich-Bonhoeffer.

November 2014: Projekt ‚Begegnungen‘.  Ziel war es, eingewanderte Menschen in ihrer Identität zu stärken, sie darin zu unterstützen, sich ihrer Geschichte bewusst zu werden, und ihnen zugleich neue Perspektiven zu eröffnen. Wir sollten Flüchtlinge nicht auf verlorenem Posten zu belassen, sondern ihnen in ihrer oft unklaren und schwierigen Lage ‚eine Stimme zu geben‘. Zugleich soll ihnen ermöglicht werden, mit Menschen anderer Herkunftsländer und Einheimischen in Kontakt zu kommen.

08.11. 2014: Premiere: Begegnungen, Saba`s Töchter und Salomon`s Söhne

Jahresthema  2015  Das Eigene und das Fremde

Projekt ‚Kunstworkshop Wandbildbemalung‘  Unter diesem Titel erstellen Migranten und Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern  gemeinsam mit Deutschen ein Wandbild (Einzelbilder für Wand: 15 x 5 m)

Sommer  2015:  Projekt ‚Trommel-Workshop‘  mit Kotey Niikoi.

September 2015:  Enthüllung des Wandbildes im Kontext des Projektes ‚Tafel der Toleranz‘  Die Tafel lebt von dem mitgebrachten Essen aller Teilnehmenden. Es wurden Beiträge aus den verschiedensten Gruppen mit- und eingebracht: Moschee-Gemeinde, Afrikaner der IKW, Islamischer Kreis etc.

November 2015:  Premiere’Tanztheater‘ Das Eigene und das Fremde . Collage aus Bildern, Bewegung, Poesie und Musik.
Teilnehmer: Alle Interessierte, Ausländer und Deutsche, die schon in den vergangenen Projekten Interesse gezeigt hatten, ernsthaft ihren Beitrag zu einer gemeinsam erarbeiteten Vorstellung zu leisten.
Weitere Vorführungen: Frühjahr 2016

Cyriakus-Kirche, 21. Februar, Immigrations-Buchmesse/26.Februar

Jahresthema: 2016:  Mein Name ist Mensch

Transkultutreller Poetry-Slam, Gesang und Bewegung
Proben/Workshops ab August 2016

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